Abenddämmerung (c) 3darcastudio, fotolia.de

 

"Wenn du mich lässt, zeige ich dir die Welt."

 

Claudia beschließt, diesen Satz als Geschenk zu betrachten, selbst wenn er ihr Angst macht.

Aber in ihm schwingt eine feine Melodie,

eine süße, verheißungsvolle, die zum Träumen verführt.

Wie kann man etwas wünschen,

vor dem man am liebsten weglaufen möchte?

Wie kann man etwas ersehnen, das man fürchtet?

Neugier, Sehnsucht und Angst liegen nah beieinander, geht es ihr durch den Kopf,

während sie die ersten Sterne aufblitzen sieht

und den Zigarettenstummel in die Dunkelheit schnipst.

 

 

aus Im Schatten der Stille, (C) 2011

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